Das Smartphone ist eines der Gegenstände die man meistens immer bei sich trägt, wenn man das Haus verlässt und zum Beispiel unterwegs in den Stall ist. Viel zu oft bieten sich spannende Momente auf der Pferdeweide oder beim Reiten, bei denen man sich wünscht einen Fotoapparat dabei zu haben. Diese Momente hast du bestimmt auch schon erlebt, oder?

Heutzutage haben viele Smartphones eine gute Kamera bereits installiert – die technische Grundlage für schöne Pferdefotos mit dem Handy ist also schon einmal geschaffen. Fehlt nur noch das ganze Drumherum .. darum soll es in diesem Blog Eintrag gehen.

Fragen wie:

  • Warum schaut mein Pferd immer so gelangweilt und unspektakulär?
    oder
  • Wie rücke ich mein Pferd oder Pony ins rechte Licht?

haben wir uns bestimmt alle schon einmal gestellt.
Wir wollen den Antworten auf den Grund gehen! 🙂

Der Hintergrund

Ein Hintergrund mit vielen verschiedenen Elementen, wie zum Beispiel Autos, Stallgebäude oder wirre Zäune, gestalten das Bild unruhig. Suche dir für deine Fotos einen ruhigen Hintergrund, der nicht vom Hauptmotiv (deinem Pferd oder Pony) ablenkt.

Beispiele hierfür wären:

  • Ein schönes Scheunentor mit einfarbigem Hintergrund
  • Ein weitläufiger Reitplatz mit viel Tiefe nach Hinten, um eine Unschärfe zu erzeugen
  • Aktuell im Herbst z.B. ein farbenfroher Waldhintergrund

Auch auf der Pferdewiese kann man tolle Fotos aufnehmen, wenn man einen Blick für die richtige Wahl des Hintergrundes hat 😉

Der Bildausschnitt

Hast du eine passende Location ausgewählt, kannst du durch verschiedene Bildausschnitte variieren. Du kannst zum Beispiel ein Ganzkörperfoto deines Pferdes aufnehmen und danach ein Portrait von seinem Kopf – hier kannst du deiner Kreativität freien Lauf lassen. Manche Handys können sogar Makro Aufnahmen machen – so kannst du auch noch näher an dein Motiv heranrücken und beispielsweise eine Nah Aufnahme seines Auges probieren.

Die Perspektive

Vielleicht hast du beim rumprobieren mit deiner Handykamera schon selbst einmal verschiedene Perspektiven eingenommen, um den richtigen Winkel zu treffen. Vielleicht ist dir auch schon aufgefallen, dass dein Pferd, je nachdem wie du die Kamera positionierst, anders aussieht? Unproportional? Das liegt an bestimmten Perspektiven, wie zum Beispiel die Vogel- oder Froschperspektive.

Grob gesagt kannst du dein Motiv in drei Perspektiven fotografieren:

  1. Die Froschperspektive
    Bei dieser Form machst du dich kleiner als dein Motiv und fotografierst dieses schräg von unten. Dies hat den Effekt, dass dein Pferd oder Pony erhabener und edler wirkt. Außerdem werden durch diese Form Extremitäten schön gestreckt – die Beine wirken länger, der Pferdehals graziler. Durch diese Wirkung ist die Froschperspektive eine der beliebtesten Perspektiven zum Fotografieren.
  2. Die Normalsicht:
    Bei dieser Variante stehst du auf Augenhöhe mit deinem Motiv. Diese Perspektive ist uns am vertrautesten, da sie unsere normale Sicht auf das Motiv wiederspiegelt. Aber auch genau aus diesem Grund ist sie für uns nicht besonders spektakulär, weil wir sie alltäglich sehen und als Normalzustand angenommen haben.
  3. Die Vogelperspektive:
    Hierbei fotografierst du, wie der Name schon verrät, aus der Sicht eines Vogels, also von oben auf dein Motiv herab. Probiere bei deinem Pferd oder Pony mal die Hände nach oben auszustrecken und schräg von oben ein Bild aufzunehmen. Alternativ kannst du dir auch eine Trittleiter oder eine kleine Erhöhung zur Hilfe nehmen, hier kannst du kreativ werden. Du wirst feststellen, dass dein Pferd bei dieser Perspektive etwas zusammengedrückt und ungrazil aussieht, im Vergleich zur Froschperspektive.

Teste dich gerne mal an den verschiedenen Perspektiven – kannst du die Unterschiede auf deinen Fotos erkennen? Welcher Stil gefällt dir am besten? Schreibe es mir doch gern mal in die Kommentare unter diesem Blog, ich freue mich von euch zu lesen! 🙂

Froschperspektive

Normalsicht

Vogelperspektive

Filter

Manche Smartphones bieten die Möglichkeit verschiedene Filter auf die Bilder zu legen. So kann man die vorherig aufgenommenen Fotos direkt auf dem Handy etwas nachbearbeiten. Dabei ist es möglich die Helligkeit, den Kontrast, aber auch verschiedene Farben anzupassen.

Anbei ein Foto, das einmal im Original platziert und mit zwei Filtern bearbeitet worden ist.

Originalbild

Warmfilter

Kaltfilter

Quicktipp

Ich kann euch einen ganz wichtigen, aber einfachen Tipp mit auf den Weg geben. Das wichtigste an einem gelungenen Pferde-Handyfoto sind die OHREN. Wenn die Ohren des Pferdes nach Hinten oder in alle Richtungen ragen, wirkt dieses gelangweilt oder unkonzentriert. Nach vorne stehende Ohren lassen euer Pferd sofort aufmerksam und interessiert aussehen. Um dies zu schaffen ist eurer Kreativität keine Grenze gesetzt. Manche Pferde reagieren auf Leckerchen oder das Rufen ihres Namens. Hartnäckigere Kandidaten können mit raschelnden Tüten oder Tiergeräuschen motiviert werden. Probiert die Tipps gern mal aus, ich bin gespannt auf eure Erfolgserlebnisse 🙂

Vorzeigende Ohren machen viel aus! Erkennst du den Unterschied?

Juckt es dich jetzt auch in den Fingern dir direkt dein Handy zu schnappen, zum Pferd zu fahren und die Tipps und Tricks auszuprobieren? Mich auch! 😉

Teile gerne deine Ergebnisse unter dem Hashtag #alexandraevangphotographiefollower. Vielleicht werde ich dort bald die ersten Ergebnisse von dir sehen? Ich bin sehr gespannt!

Alles Liebe
#teamalexandraevangphotographie Linda

Ich nutze für meine Fotos das Apple IPhone XS, die Kameraeigenen Filter und den Standard- sowie Portraitmodus.

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