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Hallo ihr Lieben,

wie ihr vielleicht wisst, stand ich mit meinem Connemarapony Duke bereits vor einigen Pferdefotografie-Kameras. Nicht nur bei Alex, sondern auch bei ganz verschiedenen Fotografen mit eigenen Vorgehens- und Herangehensweisen.

In diesem Blogeintrag möchte ich euch von meinen Empfindungen vor, während und nach diesen Shootings erzählen.
Wie habe ich mich währenddessen gefühlt? Was hat mir besonders gut gefallen oder was hätte mir in diesem Moment besser geholfen als Anweisung?

Am Ende des Blogeintrages verrate ich euch noch meine TOP 5 TIPPS, die ich Dir und anderen Models, die zum Beispiel auch das erste Mal mit Pferd vor der Kamera stehen, zur Vorbereitung mitgeben möchte. Also dranbleiben …

Dieses Bild ist 2016 bei meinem ersten Pferde-Fotoshooting mit Duke entstanden - ich war ganz schön aufgeregt!

Als ich das erste Mal mit Duke vor der Kamera stand, war dies tatsächlich bei Alex im Rahmen eines Personal Coachings für ihre Kundin. Davor habe ich mich immer hinter der Kamera verstecken können und nicht davor 😉

Gerade, wenn man dahingehend noch unerfahren ist, ist die Vorbereitung auf diesen Tag einfach alles und so viel Wert! Gute und organisierte Absprachen im Voraus können am Shootingtag sehr viel Stress aus der Situation nehmen.

So war ich sehr froh, als Alex mit mir im Vorfeld alle wichtigen Dinge besprochen hatte. Sei es das Organisatorische wie die Anfahrt zur Location, der Treffzeitpunkt oder die voraussichtliche Dauer des Shootings. Auch Absprachen bezüglich der Outfits von Pferd und Mensch haben wir im Vorfeld über Whats App hin und her geschrieben. So haben wir vorab bereits festgelegt welche Kleider für mich in die engere Auswahl kommen. Gerade solche Abstimmungen sind praktisch, um am Shootingtag wichtige Zeit zu sparen.

Auch ein erstes Telefonat mit dem Fotografen nimmt die erste Anspannung und Aufregung vor dem Shooting. Vor allem, wenn man den Fotografen noch nicht kennt, bietet dies eine Möglichkeit sich schon ein wenig besser kennenzulernen und die Nervosität zu lindern.
Denn mal im Ernst, jeder der das erste Mal vor der Kamera steht, ist nervös. Vielleicht ging es Dir auch so? Oder Du stehst gerade vor Deinem ersten Shooting und empfindest so?

Ich habe festgestellt, dass man zwar von Shooting zu Shooting selbstsicherer wird – man aber doch nochmal vertrauter und freier miteinander umgehen kann, wenn man den Fotografen bereits von einem früheren Shooting kennt und weiß wie dieser arbeitet.

2017 durften wir wieder im Rahmen eines Personal Coachings bei Alex vor der Kamera stehen - dieses Mal selbstsicherer!

Tage vor meinem ersten Shooting hatte ich immer die Angst während des Shootings „allein gelassen zu werden“, also einfach stehengelassen zu werden und nicht zu wissen was man tun soll. Gerade hier sind Anweisungen und die Bestärkungen des Fotografen, wenn man etwas richtig und gut macht, Gold wert. Sie stärken das Selbstbewusstsein und man fühlt sich gelassener, weil man weiß:
Es ist alles richtig und gut was du gerade hier tust.
Auch zwischendurch Ergebnisse des Shootings auf dem Kameradisplay gezeigt zu bekommen und zu sehen wie toll die ersten Bilder geworden sind, nehmen so viel Spannung aus der Situation. Ich habe richtig gemerkt, wie viel entspannter ich wurde, je länger das Shooting in dieser beruhigenden und „sicheren“ Atmosphäre andauerte.

Nicht immer ist alles so wie der Fotograf es sich wünscht … manchmal hat er oder sie eine andere Vorstellung einer bestimmten Pose oder eine ganz besondere Bildidee im Kopf, die er gerne genauso umsetzen würde. Hier sind konstruktive Kritik und klare Anweisungen gefragt. Sätze wie „Nein, das sieht blöd aus!“ oder „Kannst du mal was anderes machen?“ helfen dem unerfahrenen Model in diesem Moment nur schlecht weiter und verunsichern. Hier spielt die Formulierung der Anweisungen eine wichtige Rolle! Versuche mit deinem Model lieber auf diese Weise zu kommunizieren und konkrete Anweisungen zu geben: Zum Beispiel … „Halte deinen Arm lieber etwas höher an seinen Kopf, so sieht es harmonischer aus.“ oder „Wenn du Duke noch etwas mit der Hinterhand eindrehst, gefällt mir die Stimmung etwas besser. So kommt seine Statur schöner zur Geltung.“

Mit diesen Formulierungen kann auch ein unerfahrenes Model, welches das erste Mal vor der Kamera steht, deutlich besser arbeiten und deine Wünsche bestmöglich umsetzen. Keiner kann in deinen Kopf hineinsehen, daher spreche dich mit deinem Model ab und richte alles so wie du es dir vorgestellt hast, dann steht deinem „perfekten“ Bild nichts mehr im Weg.

Seit 2018 stehen Duke und ich nicht mehr allein vor der Kamera - Ace erweitert seit diesem Jahr tatkräftig unsere "weiße" Truppe

Doch ich stehe ja nicht allein vor der Kamera und versuche mein Gedankenchaos in den Griff zu kriegen – nein, Duke (mein Pony) steht ja auch noch an meiner Seite und muss platziert und „gebändigt“ werden. Ich wähle das Wort mit Absicht, da auch hier nicht immer alles glatt laufen kann. Bisher habe ich mit Duke beispielsweise immer auf Sand-, Waldwegen oder Asphalt gemodelt – kein Problem für Duke. Er ist stetig am Geschehen bei mir interessiert und mit dem Kopf bei der Sache, so lange es Leckerlies zur Belohnung gibt.

Doch Gras ist seine große Schwäche! Es ist ja nicht so als könnte Duke den ganzen Tag im Offenstall auf seiner Wiese stehen und 24/7 Gras fressen … Nein, überall anders schmeckt es besser und saftiger! So hatte ich bei meinem letzten und ersten Shooting auf Grasboden richtig zu kämpfen. Eine wahre Kunst, bei dem Versuch Duke an seinem Halsring vom Fressen abzuhalten und dabei gleichzeitig in die Kamera zu lächeln 😀 Ich erinnere mich noch an den Kommentar von Alex an diesem Tag: „Duke steht doch sonst auch immer so still, was ist dieses Mal anders?“ Das Gras Alex … das Gras …

Anbei seht ihr zwei Fotos aus diesem Shooting. Wir wollten den tollen Baum im Hintergrund nutzen und haben Duke dafür nah davor auf den Gradboden gestellt – das hat ganze 2 Minuten funktioniert, dann wollte er ununterbrochen fressen 😉 Doch Not macht erfinderisch: Um diese Bildidee nicht ganz zu verwerfen, haben wir Duke kurzerhand etwas weiter entfernt zum Baum aufgestellt und den nahegelegenen Asphaltweg genutzt – und ZACK war das Grasproblem gelöst! ☺️

Dies ist eines der Ergebnisse, die vor diesem unscheinbaren Baum am Straßenrand entstanden sind

Um aber auf den Punkt zu kommen: Die Wahl der Location ist natürlich auch für das pferdige Model von großer Bedeutung. Es ist immer praktisch vorher mit dem Fotografen abzusprechen wo wird geshootet und ist das problemlos mit dem Pferd möglich? Stell dir vor ich hätte mit Duke jetzt ganz unvorbereitet auf riesigen Wiesen und Weidelandschaften modeln müssen, ohne vorherige Absprache. Spätestens nach 30 Minuten wäre Duke von der ganzen Diskussion genervt und meine Nerven am Ende 😀 Oder was wäre, wenn ein Wassershooting geplant ist und dein Pferd sich gar nicht ins Wasser traut?
Vorherige Absprachen sind das A und O. Berücksichtige auch die Stärken/Schwächen deines Pferdes, um unvorhergesehenem Chaos vorzubeugen.

TOP 5: TIPPS & TRICKS

Und nun kommen wir zu den angekündigten Tipps und Tricks.
Dies sind Dinge, bei denen ich froh gewesen wäre, hätte mir jemand damals diese Tipps mit auf den Weg gegeben … Ich bin gespannt, ob ihr diese Tricks schon kanntet ☺️
Ich freue mich auf euer Feedback!

Solltet ihr „freizügigere“ Bilder im Kleid mit zum Beispiel einem größeren Rückenausschnitt oder freiliegenden Beinen aufnehmen wollen, empfehle ich Dir vorher locker sitzende Kleidung anzuziehen. Enganliegende Unterwäsche, Leggins oder Socken hinterlassen schnell Abdrücke auf der Haut, die später auf den Bildern sichtbar sind und eine Weile brauchen, um von allein zu verschwinden.

Achte auf Deinen Nagellack, wenn Du welchen trägst – Dieser wird schnell bei der Shootingvorbereitung vergessen und kann leicht unschön aussehen, wenn dieser nicht gepflegt und abgesplittert aussieht. Auch die Farbe solltest Du vorher mit dem Fotografen besprechen, um Unannehmlichkeiten am Shootingtag zu vermeiden.

 

Oftmals wechseln wir während des Shootings die Frisur. Ich starte zum Beispiel gern mit geschlossenen Haaren als Zopf oder Dutt und mache sie dann irgendwann auf. Dabei vergesse ich gern das Haargummi an meinem Arm. Dieses ist so klein und schmal und fällt manchmal sogar dem Fotografen selbst nicht auf. Um ihm oder ihr hinterher in der Bildbearbeitung viel Retusche zu ersparen, denke daran das Haargummi beim Frisurenwechsel abzulegen und nicht wie selbstverständlich um deinen Arm zu wickeln. Achtung: Auch eng anliegenden Haargummis zählen als Abdruck auf der Haut (siehe Tipp 1).

Ich bin eine Frostbeule! Schon ein kleiner kühler Luftzug und ich friere. Vor allem bei Shootings im Freien in kälteren Monaten oder sogar im Schnee oder Wasser, kühlt der Körper schnell aus. Denke an Mittel zum Aufwärmen für Zwischendurch! Handschuhe, Mütze und Schal gehören bei mir schon zur Grundausstattung auf meiner Shooting-Packliste. Je nach Ausmaß und Kälte empfehle ich Dir Handwärmer, beheizte Fußsohlen oder sogar eine beheizte Jacke – die können Wunder bewirken und das Wohlbefinden schnell steigern! Deine Gesundheit steht bei dem Shooting an erster Stelle!

Shootings dauert oftmals etwas länger als geplant. Zwischendurch macht man Pausen zum Umziehen oder frisch machen, da kann Deinem Pferd schnell langweilig werden. Duke freut sich immer über sein Heunetz in den Pausen. So ist er beschäftigt und ich kann mich in Ruhe fertigmachen. Einen großen Vorteil hat das Heu: Es schäumt nicht so stark im Pferdemaul wie zum Beispiel Äpfel oder Möhren als Leckerlies. Denke daher auch immer an ein Handtuch oder feuchte Tücher zum Säubern des Mauls und der Nüstern.

Ich hoffe, dass euch diese Tipps bei eurem nächsten Shooting ein wenig helfen!

BLOG_NEU_2014Auf das Shooting mit diesen tollen Frauen habe ich mich besonders gefreut! Melina hat mich schon des öfteren für Fotos gebucht. Jetzt war es endlich soweit und ich durfte auch ihre Mama und ihre Schwester mit meiner Kamera für die Ewigkeit festhalten.

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Styling im Park – festgehalten von Gabriele, die auch ihre Kamera dabei hatte.

Marko war auch dabei und zu fünft hatten wir einen tollen Abend mit viel Spass und wunderschönen Fotos.

Zur Info zu meinen Reflektoren: 

Da ich so oft nach meinen Reflektoren gefragt werde: Der große im Hintergrund ist der Sunbounce Maxi mit Zebrabespannung. Ich habe lange überlegt, ob ich so viel Geld dafür ausgeben möchte und es bisher nicht bereut. Obwohl ich die ersten Male beim zusammenbauen schon sehr geflucht und es einige Schrammen an Marko und meinen Händen gab.

Der kleiner Reflektor vorne hat auf der anderen Seite ebenfalls eine “Zebrabeschichtung” und gehörte mal zu meiner Ausbeute auf der Photokina.. Kaufen könnt ihr diesen auch hier: LINK

Diese Variante ist deutlich günstiger und gehört schon seit einigen Jahren zu meinem Equipment.

Er ist für den Anfang definitv ausreichend und ebenfalls empfehlenswert, wenn auch lange nicht so lichtintensiv und standhaft z.B. bei Wind wie der Sunbounce.

 

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DSC_5380xweb41cbd44f57cbcac2b30637a506c2cd92– Muttertagsgeschenk für Gabriele.

Von <3 – en DANKE für so viele schöne Momente mit Euch.

Ich freue mich auf unser nächstes Shooting,

alles liebe, Alex